Wirtschaftlichkeit
28.07.2010
"Die Stadtbahn führt auf den vorgesehenen Strecken zu immensen ökologischen Zusatzbelastungen, da die Straßen eng sind und die Stadtbahn ein eigenes Gleisbett haben soll. Täglich werden ungeheure Mengen an Benzin / Dieselabgasen durch im Stau stehende Lastwagen und PKW entstehen, wenn es bei der Streckenführung und dem Konzept bleibt. Dort, wo es Stadtbahnen gibt (z.B. Berlin, Bremen, Düsseldorf, Magdeburg, Braunschweig) sind die Straßen entweder so breit, dass zweispurige Fahrbahnen in jeder Fahrtrichtung möglich sind oder aber die Stadtbahnen verkehren ohne eigenes Gleisbett, wo es verkehrstechnisch erforderlich ist (z.B. Bremen, Berlin, Magdeburg). Den Autoverkehr in der Breitenfelder Straße und der B5 künftig pro Richtung einspurig führen zu wollen, ist schon Schabernack gegen Anwohner und Teilnehmer am Straßenverkehr.
Es gäbe eine günstigere Streckenführung, um die Verkehrsprobleme zu mildern, es bleibt aber die Tatsache, dass es einfach zu wenige Fahrgäste gibt. Die Vorstellung jährlich wachsender Fahrgastzahlen ist eine Wunschvorstellung des HVV, die Stadt wird eher nicht weiter wachsen.
Wenn die Straßen vom Individualverkehr entlastet werden sollen, so muss zu diesem Zweck ein Verkehrswegeplan aufgestellt werden. Vor und nach der mehr als zweijährigen Bauphase gibt es keine Ausweichmöglichkeit für den Straßenverkehr.
Angeblich ist die neue Straßenbahn behindertengerecht. Aber wohl nur beim Einsteigen, denn die Abstände zwischen den Stationen werden größer sein als bei Bussen, so dass Behinderten das Leben erheblich schwerer gemacht wird. Auch wird es schwerer und gefährlicher werden, die Trasse zu überqueren, weil die Stadtbahn nicht ausweichen kann und längere Bremswege systembedingt sind.
Die Stadtteile Winterhude und Eppendorf werden verkehrstechnisch zerschnitten, die Anwohner benötigen zumeist längere Wege, um ihre Wohnung oder Garage zu erreichen. Be- und Entladen ihrer Einkäufe wird bei künftig einspuriger Straßenführung nicht nur erschwert sondern meist unmöglich.
Der Eppendorfer Markt als Verkehrszentrum zum bequemen Umsteigen wird von der künftigen Stadtbahn überhaupt nicht mehr bedient.
Übrigens: Das schöne Grün auf den Trickzeichnungen ist in anderen Städten hässlich grau, ungepflegt und auch etwas vermüllt. Wer gießt das Grün und wer sorgt dafür, dass auch in langen Wintern die Gleise zum Betrieb freigehalten werden?
Zusätzliche Abgasbelastungen, gerade in der Bauphase wie aber auch durch die nach Fertigstellung zu erwartenden Staus im Brennpunkt Winterhude / Eppendorf sind vorprogrammiert. Unzumutbare zusätzliche Wege und das absichtliche Versperren von Zufahrten sowie die Beseitigung einiger hundert Parkplätze müssen nicht hingenommen werden. Für zahlreiche Gewerbetreibende kann schon die Bauphase das „Aus“ bedeuten und die interessanten Stadtteile verkümmern lassen.
Fazit: Es gibt keine vernünftigen ökologischen und ökonomischen Gründe die Stadtbahn zu bauen. Daher wird bei Vorlage aller Daten diese Stadtbahn auch vor Gericht kaum Durchsetzungschancen haben, da der einzelne Bürger nur dann in seinen eigenen Interessen dem Gemeinwohlinteresse weichen muss, wenn das Gemeinwohlinteresse nachgewiesen wird und die Frage der Verhältnismäßigkeit der Eingriffe in die Lebensverhältnisse der in den Stadtteilen lebenden Bürger & Bürgerinnen korrekt abgewogen wurde."
Andreas Wagener
1. Vorsitzender, Bürgerinitiative gegen die Stadtbahn e.V.
Foto: Salvatore Vuono
CONTRA Stadtbahn
Bürgerinitiative gegen die Stadtbahn e.V.Es gäbe eine günstigere Streckenführung, um die Verkehrsprobleme zu mildern, es bleibt aber die Tatsache, dass es einfach zu wenige Fahrgäste gibt. Die Vorstellung jährlich wachsender Fahrgastzahlen ist eine Wunschvorstellung des HVV, die Stadt wird eher nicht weiter wachsen.
Wenn die Straßen vom Individualverkehr entlastet werden sollen, so muss zu diesem Zweck ein Verkehrswegeplan aufgestellt werden. Vor und nach der mehr als zweijährigen Bauphase gibt es keine Ausweichmöglichkeit für den Straßenverkehr.
Angeblich ist die neue Straßenbahn behindertengerecht. Aber wohl nur beim Einsteigen, denn die Abstände zwischen den Stationen werden größer sein als bei Bussen, so dass Behinderten das Leben erheblich schwerer gemacht wird. Auch wird es schwerer und gefährlicher werden, die Trasse zu überqueren, weil die Stadtbahn nicht ausweichen kann und längere Bremswege systembedingt sind.
Die Stadtteile Winterhude und Eppendorf werden verkehrstechnisch zerschnitten, die Anwohner benötigen zumeist längere Wege, um ihre Wohnung oder Garage zu erreichen. Be- und Entladen ihrer Einkäufe wird bei künftig einspuriger Straßenführung nicht nur erschwert sondern meist unmöglich.
Der Eppendorfer Markt als Verkehrszentrum zum bequemen Umsteigen wird von der künftigen Stadtbahn überhaupt nicht mehr bedient.
Übrigens: Das schöne Grün auf den Trickzeichnungen ist in anderen Städten hässlich grau, ungepflegt und auch etwas vermüllt. Wer gießt das Grün und wer sorgt dafür, dass auch in langen Wintern die Gleise zum Betrieb freigehalten werden?
Zusätzliche Abgasbelastungen, gerade in der Bauphase wie aber auch durch die nach Fertigstellung zu erwartenden Staus im Brennpunkt Winterhude / Eppendorf sind vorprogrammiert. Unzumutbare zusätzliche Wege und das absichtliche Versperren von Zufahrten sowie die Beseitigung einiger hundert Parkplätze müssen nicht hingenommen werden. Für zahlreiche Gewerbetreibende kann schon die Bauphase das „Aus“ bedeuten und die interessanten Stadtteile verkümmern lassen.
Fazit: Es gibt keine vernünftigen ökologischen und ökonomischen Gründe die Stadtbahn zu bauen. Daher wird bei Vorlage aller Daten diese Stadtbahn auch vor Gericht kaum Durchsetzungschancen haben, da der einzelne Bürger nur dann in seinen eigenen Interessen dem Gemeinwohlinteresse weichen muss, wenn das Gemeinwohlinteresse nachgewiesen wird und die Frage der Verhältnismäßigkeit der Eingriffe in die Lebensverhältnisse der in den Stadtteilen lebenden Bürger & Bürgerinnen korrekt abgewogen wurde."
Andreas Wagener
1. Vorsitzender, Bürgerinitiative gegen die Stadtbahn e.V.
Foto: Salvatore Vuono





