BdSt - HSH Nordbank: Gemeinsam verantwortlich handeln

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18.03.2009Pressemitteilung

HSH Nordbank: Gemeinsam verantwortlich handeln

Das Ergebnis der Beratungen der Landesregierungen von Hamburg und Schleswig-Holstein und die sich daraus ergebenden Risiken für die Länderhaushalte machen deutlich, dass eine gemeinsame Kraftanstrengung der vier Anteilseigner der HSH Nordbank nötig ist, um die Zukunft der Landesbank zu sichern.

Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass weitere Finanzspritzen erforderlich werden könnten, weshalb zumindest davon auszugehen ist, dass das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist. Wie in guten Zeiten gilt auch in schlechten die Solidarität der Eigentümer. Deshalb wiegt es besonders schwer, dass sich der Schleswig-Holsteinische Sparkassen und Giro-Verband ausgerechnet in diesem schwierigen Jahr aus der HSH Nordbank zurückziehen möchte. Das muss sich für den norddeutschen Mittelstand wie ein Tiefschlag anfühlen.

Darüber hinaus behindert die Verabschiedung eines allein-norddeutschen Rettungspakets unserer Auffassung nach einen für den deutschen Steuerzahler vertretbaren Weg aus der prekären Lage der Hypo Real Estate (HRE). Weil dessen Miteigentümer J.C. Flowers auch Anteile an der HSH Nordbank hält, hätte eine zeitgleiche und sich überschneidende Lösung beider Problemfelder die Chance eröffnet, den amerikanischen Investmentbanker mit ins Boot zu holen statt nun auf seine Kooperation zu hoffen.

Obwohl es noch keine verlässlichen Zukunftsprognosen für die HSH Nordbank gibt, verbreiteten die Regierungschefs von Hamburg und Schleswig-Holstein bei der Vorlage ihres Lösungsvorschlags eine aus unserer Sicht irritierende Zuversicht. Wir finden: In dieser Situation ein breites Lächeln aufzulegen und sich jovial als Bankenretter zu inszenieren ist völlig unangemessen. Das zeugt von wenig Einfühlungsvermögen in die Sorgen und Nöte der Steuerzahler.

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