Geisterdorf Neuenfelde
Wohnungs-Leerstand kostet Millionen
Im Zuge der Erweiterung des Airbus-Geländes in Hamburg wurden insgesamt 48 Grundstücke zwischen den Jahren 2000 und 2006 im benachbarten Dorf Neuenfelde aufgekauft und der städtischen Wohnungsbaugesellschaft SAGA zur Verwaltung übertragen. Von den insgesamt 86 Wohnungseinheiten stehen seit 2004 rund zwei Drittel leer. Der Hamburger Senat verzichtete auf eine Vermietung, weil er befürchtete, dass neue Mieter gegen die Lärmbelastung vor der Haustür klagen könnten.

Schwarzbuch bestellen Ein für 8.600 Euro in Auftrag gegebenes Lärmgutachten aus dem Jahr 2010 kam dann aber zu dem Ergebnis, dass alle Wohnungen seit Jahren hätten vermietet werden können. Die Belastung durch Starts und Landungen der Flugzeuge überschreitet nämlich die zulässigen Grenzwerte nicht, Klagen wären also als unbegründet abgewiesen worden. Nun will der neue Senat rund 6,8 Mio. Euro in die Sanierung der leer stehenden Häuser stecken, damit sie wieder vermietet werden können. Die Investitionskosten für Schallschutzmaßnahmen kommen noch hinzu.
Der Leerstand hat durch entgangene Mieteinnahmen und den zeitweise engagierten Objektschutz rund 1 Mio. Euro gekostet. Diese Kosten hätte man sich durch eine sachgerechte Vermietung sparen können.
Hier gibt's noch mehr Informationen
- Infos zum Lärm-Gutachten
18.01.2011 - Erste Anzeichen für Leerstand im Jahr 2008
11.04.2008


