BdSt - Astronomische Kostenexplosion - 2,5 Mio. Euro aus der Stadtkasse

Schwarzbuch > Schwarzbuch > 2014
07.10.2014Schwarzbuch 2014

Astronomische Kostenexplosion - 2,5 Mio. Euro aus der Stadtkasse


Planetarium
Der Hamburger Stadtpark, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2014. Das in einem Wasserturm aus dem Jahr 1912 beheimatete Planetarium ist in die Jahre gekommen. Um den Hamburgerinnen und Hamburgern auch künftig einen Blick zu den Sternen zu ermöglichen, sieht sich die Politik dazu gezwungen, viel Geld in die Hand zu nehmen, um das städtische Wahrzeichen zu sanieren und auszubauen.

Dass dies viel kostet, ist nichts Außergewöhnliches. Und dass das Ganze am Ende auch wieder mal teurer wird als geplant – auch daran haben sich die Bürger mittlerweile gewöhnt. In diesem Fall kamen zu den ursprünglich veranschlagten 4,9 Millionen Euro weitere 2,5 Millionen Euro hinzu. Am Ende sollen die Kosten bei 7,4 Millionen Euro liegen.

Die Kostensteigerung resultiert vor allem aus Meinungsverschiedenheiten zwischen dem beauftragten Architekturbüro und eingeschalteten Baufachleuten über Umfang und Umsetzung einzelner Maßnahmen. Der Hamburgischen Bürgerschaft wurde mitgeteilt, dass "bei der Planung viele der Besonderheiten des Gebäudes und der Nutzungsanforderungen nicht ausreichend berücksichtigt worden sind". Die Zusatzkosten entstanden beispielsweise durch folgende Korrekturen, die vorgenommen werden mussten: Einbau einer mechanischen Be- und Entlüftungsanlage für das Foyer (Zusatzkosten von 446.000 Euro), technische Anschlüsse für Server und die Verlagerung und Neuinstallation der Planetariumstechnik (Zusatzkosten von 792.000 Euro) sowie Umbau und Verlängerung des Aufzugs (Zusatzkosten von 149.000 Euro).

Der Bund der Steuerzahler kritisiert nicht, dass das Planetarium saniert und ausgebaut wird, schließlich handelt es sich hierbei um einen bedeutenden Besuchermagneten der Hansestadt. Jedoch bekommt der aufmerksame Steuerzahler Bauchschmerzen, wenn er hört, dass die Kosten bereits vor Baubeginn auf Grund mangelhafter Planungen explodiert sind. Wir können nur hoffen, dass mögliche Kostensteigerungen im Zuge des 2015 beginnenden Umbaus nicht erneut astronomische Züge annehmen.

Suche
Staatsverschuldung in Hamburg
0
Zuwachs / Sekunde
0
Schulden / Kopf
0