BdSt - Untervermietung in den Ferien - Wann gehören die Einnahmen in die Steuererklärung?


03.07.2018Steuertipp

Untervermietung in den Ferien - Wann gehören die Einnahmen in die Steuererklärung?


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Wer in den Ferien verreist ist und die Wohnung oder das Haus nicht leer stehen lassen will, kann heutzutage die eigenen vier Wände über eine Online-Vermittlung untervermieten und damit ein paar Euro extra verdienen. Die Rechnung sollte aber nicht ohne das Finanzamt gemacht werden.

Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung müssen dem Finanzamt in der Einkommensteuererklärung grundsätzlich auf dem Steuerformular V gemeldet werden. Ob dann tatsächlich Steuern anfallen, hängt von den persönlichen Umständen ab. Zudem dürfen Ausgaben, die mit der Vermietung zusammenhängen, abgezogen werden, denn es muss nur der Gewinn versteuert werden. Abziehbar sind beispielsweise Vermittlungsgebühren, Reinigungskosten oder die anteilige Miete, die für den vermieteten Zeitraum gezahlt wurde. Wird nur vorübergehend vermietet, gibt es eine besondere Freigrenze: Innerhalb eines Kalenderjahres dürfen 520 Euro Miete eingenommen werden, ohne dass dies in der Steuererklärung angeben werden muss! Das geht aus den Einkommensteuer-Richtlinien hervor (R 21.2 EStR).

Neben der Einkommensteuer ist auch die Umsatzsteuer zu beachten. Das Prinzip ist aus Hotels bekannt und es gilt auch bei einer zeitlich begrenzten Vermietung von Wohnungen oder Zimmern. Allerdings kann man die Umsatzsteuer vermeiden und die Kleinunternehmerreglung nutzen. Denn erst ab einem Umsatz von mehr als 17.500 Euro im Vorjahr und voraussichtlich 50.000 Euro im laufenden Jahr muss Umsatzsteuer abgeführt werden. Werden die genannten Werte unterschritten, greift die Kleinunternehmerregelung und es muss für die kurzzeitige Vermietung keine Umsatzsteuer abgerechnet werden und sie darf auch nicht in der Rechnung ausgewiesen werden.

Wer im großen Stil vermietet, muss auch an die Gewerbesteuer denken. Ob eine gewerbliche Tätigkeit vorliegt, ist immer im Einzelfall zu bestimmen. Kommen neben der reinen Vermietung noch weitere Leistungen hinzu, zum Beispiel ein Frühstücks-Service oder die tägliche Zimmerreinigung, kann eine solche gewerbliche Tätigkeit angenommen werden. Neben den steuerlichen Aspekten sollte geprüft werden, ob die Untervermietung im Mietvertrag erlaubt ist bzw. ob die Gemeinde dies als Zweckentfremdung einordnet.


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